Gut zu wissen

 

ACHTUNG:

Diese Regel sorgt für rote Köpfe bei Autofahrern:  Wer das Navigationsgerät an der Windschutzscheibe befestigt, riskiert eine Verzeigung mit saftiger Busse – oder gar den Entzug des Billetts. Je nach Kanton werden Verstösse mehr oder weniger streng geahndet.

Rund 10‘000 Ausweisentzüge wegen «unerlaubter  Verwendung von Kommunikations- und Multimediaelektronik wie Telefon oder Navigationsgeräte» allein im vergangenen Jahr. Und die Zahl steigt laut Bundesamt für Strassen (ASTRA). Schuld daran ist nicht nur alleine das Telefonieren während der Autofahrt. Hinzu kommen Autofahrer, die ihr Navi in der Mitte der Frontscheibe befestigen.

Genau das ist verboten! Der Grund: Das Navi-Gerät behindert dort die Sicht des Autofahrers.

So hoch ist die Busse
Wer von der Polizei erwischt wird, muss sich auf eine Busse von bis zu 500 Franken gefasst machen. Zusätzlich fallen Verwaltungsgebühren an.  So kommen schnell 800 Franken zusammen. Ach ja, die Ausrede, man habe die Vorschrift nicht gekannt, schützt nicht vor Strafe.

Navi nicht während der Fahrt bedienen
Übrigens: Nicht nur die falsche Montage des Geräts ist verboten, sondern auch dessen Bedienung während der Fahrt!  Auch verboten sind am Innenspiegel baumelnde Wimpel, Duftbäumchen oder Stofftierchen, weil diese ebenfalls die Sicht des Autofahrers beeinträchtigen – und  somit andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Seit 1.1.2014 gilt, das Fahren unter Alkoholeinfluss (O Toleranz) ist für Neulenkende (Inhaber Führerausweis auf Probe), Fahrschüler und Fahrschülerinnen, sowie Begleitpersonen verboten!

Ebenfalls gilt ab 1.1.2014, Motorwagen und Motorräder müssen tagsüber mit Licht fahren. Wer gegen dieses Gebot verstösst, wird mit einer Busse von 40 Franken bestraft.

Auf der Autobahn ist rechts vorfahren immer verboten.

Falsch: Bei Einspurstrecken mit unterschiedlichen Fahrzielen ist rechts vorfahren erlaubt. Das gilt auch für eine Stausituation. Das anschliessende Wiedereinfädeln in die linke Fahrbahn aber gilt als Überholen und ist verboten. Achtung: Dichter Berufsverkehr auf der Autobahn gilt nicht als Stau. Ein verbotenes Rechtsüberholen liegt dabei bereits dann vor, wenn ein schnelleres Fahrzeug ein in gleicher Richtung langsamer vorausfahrendes einholt, rechts an ihm vorbeifährt und vor ihm die Fahrt fortsetzt. Nicht entscheidend ist dabei, ob der Lenker zuvor ausschwenkt oder danach einbiegt.


Wenn der Vordermann auf der Autobahn trotz freier rechter Spur links fährt, darf ich links blinken, damit er die Spur wechselt und ich überholen kann.

Falsch: Im Strassenverkehr dürfen Zeichen nur zum vorgesehenen Zweck eingesetzt werden. Blinken bedeutet Richtungsänderung oder Spurwechsel.


Bei Stau darf ich auf dem Pannenstreifen bis zur nächsten Ausfahrt fahren.

Falsch: Der Pannenstreifen ist kein zusätzlicher Fahrstreifen, sondern er ist vorgesehen für Stopps bei einem technischen Defekt und anderen Notfällen. Das hat jüngst das Bundesgericht in einem Entscheid bestätigt: Wer im Stau auf den Pannenstreifen ausweicht, um an der nächsten Ausfahrt die Autobahn zu verlassen, verletzt sowohl das Verbot des Rechtsüberholens wie auch dasjenige der Benützung des Pannenstreifens. Es drohen eine saftige Strafe und ein Ausweisentzug.


Wenn die Ampel auf Rot steht, darf ich während der Wartezeit ein Telefongespräch mit dem Handy am Ohr führen.

Richtig: Bevor man aber losfährt, muss das Handy zur Seite gelegt werden. Während des Fahrens ist Telefonieren nur mit einer Freisprechanlage erlaubt. Besser aber ist, grundsätzlich immer auf die Seite zu fahren und anzuhalten, wenn man im Auto telefoniert.


Wenn die Ampel Gelb zeigt, darf ich noch Gas geben, um über die Kreuzung zu kommen.

Falsch: Wer bei Gelb ohne Vollbremsung anhalten könnte und trotzdem mit unverminderter Geschwindigkeit weiterfährt, handelt gemäss Strassenverkehrsgesetz regelwidrig.


Wenn ich das Auto nur kurz im Parkverbot abstelle und den Warnblinker anschalte, bekomme ich keine Busse.

Falsch: In einer solchen Situation darf der Warnblinker gar nicht betätigt werden. Hingegen dürfen Sie im Parkverbot halten. Als Halten gilt das Abstellen zum Ein- und Aussteigen lassen von Personen und zum Güterumschlag. Massgebend ist also in erster Linie der Zweck des Halts und nicht die Dauer. Trotzdem gilt: Müssen Sie sich von Ihrem Wagen entfernen, sind aber nicht sicher, wann Sie wieder zurückkommen, sollten Sie einen Parkplatz suchen.


Wenn ich keine Sicherheitslinie überqueren muss, darf ich auch ein Parkfeld auf der linken Strassenseite benutzen.

Es kommt drauf an: Nur in folgenden Fällen dürfen Sie das Auto auf der Gegenseite parkieren: a) wenn rechts ein Tramgeleise verläuft; b) wenn rechts ein Halte- oder ein Parkverbot signalisiert oder markiert ist; c) in schmalen Strassen mit schwachem Verkehr; d) in Einbahnstrassen.


Schon mit 0,5 Promille Alkohol im Blut drohen Sanktionen.

Richtig: Seit dem 1. Januar 2005 gilt bereits eine Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille als Grenzwert für das Fahren in angetrunkenem Zustand. Wer seither mit 0,5 Promille und mehr Alkohol im Blut am Steuer erwischt wird, gilt unwiderlegbar als fahrunfähig und muss mit einer Busse rechnen. Wer sogar mit 0,8 Promille und mehr im Blut unterwegs ist, begeht eine schwere Widerhandlung; es drohen eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Zudem verfügt das Strassenverkehrsamt einen Führerausweisentzug von mindestens drei Monaten.


Wenn ich mit 0,4 Promille unverschuldet in einen Unfall verwickelt werde, kann mir niemand einen Strick daraus drehen, dass ich getrunken habe.

Falsch: Weil der Promillewert die zulässige Höchstgrenze von 0,5 nicht überschreitet, kriegen Sie zwar wegen des Alkoholkonsums keine Busse. Zivilrechtlich aber kann das Trinken durchaus Folgen haben. Die Versicherung oder ein Richter kann Ihnen ein Mitverschulden anlasten, wenn sich nachweisen lässt, dass sich der Alkoholkonsum auf Ihre Fahrtüchtigkeit ausgewirkt hat. So kann es passieren, dass Sie einen Teil Ihres Schadens selber tragen müssen und sich eventuell sogar am Schaden des Unfallverursachers beteiligen müssen.


Die Polizei muss auch gerufen werden, wenn die bei einem Unfall verletzte Person das überhaupt nicht will.

Richtig: Verkehrsunfälle mit Verletzten müssen der Polizei immer gemeldet werden. Nicht einmal die Einwilligung des Verletzten entbindet Sie von dieser Pflicht. Die Meldung unterlassen dürfen Sie nur bei kleinen Schürfungen oder Prellungen – oder wenn nur Sie selbst als Fahrzeuglenker oder Ihre Familienangehörigen geringfügig verletzt und keine Drittpersonen involviert sind. Allerdings sind diese Ausnahmebestimmungen zurückhaltend anzuwenden. Im Zweifelsfall sollten Sie die Polizei benachrichtigen.


Wenn bei einem Unfall nur Blechschaden entstanden ist, muss ich die Polizei nie rufen.

Falsch: Wenn die geschädigte Person – zum Beispiel der Halter eines parkierten Autos – nicht anwesend ist, müssen Sie sofort die Polizei benachrichtigen. Das heisst: Sie können nicht frei entscheiden, wie und wann Sie sich beim Geschädigten melden wollen. Das gilt selbst dann, wenn der Unfall mitten in der Nacht stattgefunden hat. Wichtig: Wenn eine am Unfall beteiligte Person anwesend ist und auf den Beizug der Polizei besteht, müssen Sie ebenfalls auf der Unfallstelle verharren, bis die Beamten eingetroffen sind.


Mein Arzt darf meine Fahrunfähigkeit ohne mein Einverständnis dem Strassenverkehrsamt melden.

Richtig: Zwar gilt für Ärzte das Berufsgeheimnis. Dieses erfährt aber im Strassenverkehr eine wichtige Ausnahme: Gemäss Strassenverkehrsgesetz kann jeder Arzt Personen, die wegen körperlicher oder geistiger Krankheiten, Gebrechen oder wegen Süchten zur sicheren Führung von Motorfahrzeugen nicht fähig sind, dem Strassenverkehrsamt melden.

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